Integrierte Gesamtschule kontra Haupt- und Realschule
Die Angestoßene Diskussion der Kreis-SPD zwecks Einführung einer Integrierten Gesamtschule in Dorum muss versachlicht werden. Der von der SPD in der letzten Kreisschulausschusssitzung gestellte Antrag eine Elternbefragung mit dem Einzugsgebiet Land Wursten, Nordholz und der Stadt Langen zur Einführung einer IGS , entspricht nicht den gesetzlichen Vorgaben, betont Fraktionschef Frank Berghorn nach einer gemeinsamen Sitzung mit dem CDU Parteivorstand. Deswegen sieht sich die CDU Langen verpflichtet, die Eltern rechtzeitig über die Folgen der von der SPD geplanten Aktionen zu informieren.
1. Eine derartige Befragung der Eltern, ob sie ihre Kinder auf eine Integrierte Gesamtschule nach Dorum schicken würden, gibt keinen Sinn. Ein neuer begrenzter Schulbezirk könnte nur gebildet werden mit dem Einzugsbereich der Stadt Langen mit den Ortschaften Langen und Neuenwalde. Dabei ist auch die Organisation der Fahrzeiten der Erst-, Zweit- und Drittklässler zu berücksichtigen .Kurze Wege für kurze Beine, ein immer wieder von der SPD betontes Argument, wird durch ihren Antrag ad absurdum geführt.
Der neu zu gestaltende Schülertransport, der derzeit hauptsächlich auf den laufenden Öffentlichen Personennahverkehr abgestimmt ist, verursacht zusätzliche Kosten.
2. Den Eltern muss verdeutlicht werden, dass bei der Einrichtung eines zweiten Schulsystems einer IGS in Dorum ,die dortige Haupt- und Realschule als zweites Schulsystem nicht mehr existiert. Desweiteren würden die Haupt- und Realschule und das Gymnasium in Langen sowie das Kreisgymnasium in Bremerhaven vor einem erheblichen Schülerverlust und damit vor Existenzproblemen stehen. Hier erwartet die CDU Langen von der Langener SPD eine klare Aussage, ob sie die mögliche Schwächung des Langener Schulsystems mittragen will.
In diesem Zusammenhang bleibt die CDU Langen weiterhin bei ihrer Forderung nach einer Sekundarstufe 2 am Gymnasium in Langen, was schulpolitisch machbar ist und den Standort Langen als zweitgrößte Stadt des Landkreises aufwerten und noch lebenswerter machen würde, bekräftigt Parteivorsitzender Tobias
3. Den Eltern muss klar gemacht werden., dass nach Niedersächsischem Schulgesetz die Voraussetzungen zur Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule mit einer Fünfzügigkeit und einer Klassenstärke von 28 Schülerinnen und Schülern nachhaltig über 14 Jahre ,im Hinblick auf die sicher zurückgehenden Schülerzahlen im Rahmen der demografischen Entwicklung, nicht gegeben sind bzw. nicht erreicht werden können.
4. Die CDU sieht weiterhin das gegliederte Schulsystem als das Richtige an, wobei die Durchlässigkeit der Klassen zwischen Haupt- und Realschule gestärkt bzw. verbessert werden muss. Die Hauptschule ist weiterhin eine notwendige Schulreform, auf die auch das Handwerk nicht verzichten möchte. Die Vielfältigkeit des schulischen Angebotes in einem gegliederten Schulsystem ist nachweislich erfolgreicher als die von der SPD geforderte Einheitsschule. Richtig ist, dass die Lehrpläne beider Schulsysteme noch zügiger auf den Einstieg in das Berufsleben abgestimmt werden müssen, betont Parteivorsitzender Steffen Tobias.
Der Landkreis Cuxhaven ist mit den vorhandenen Schulen gut aufgestellt. In diesem Zusammenhang wird in der Diskussion der Weg der Weiterbildung über den Berufsschulweg von den Eltern und Schülern fast außer Acht gelassen.
Die Pläne der Kreis-SPD entsprechen nicht der Realität.
Steffen Tobias