Diskussion über Hafenanbindung auf Augenhöhe gewünscht
Die CDU der Stadt Langen sieht zur Zeit keinen Handlungsbedarf in der Angelegenheit Hafenanbindung Bremerhaven von Seiten der Stadt Langen aktiv zu werden, denn augenblicklich fühlt sie sich nicht zuständig. „Leider haben es weder die Stadt Bremerhaven noch der Planungsträger, noch das Land Bremen für nötig gehalten die Stadt Langen offiziell in die bereits seit langem laufenden Planungen einzubinden,“ so der Fraktionsvorsitzender der CDU/FDP im Stadtrat Langen, Frank Berghorn. Außer einer Menge Presseberichterstattung über Planungen auch auf dem Gebiet der Stadt Langen und der Samtgemeinde Land Wursten liegen in Langen keine Informationen vor.
Für die CDU ist es wichtig, dass Fachleute einen Weg aufzeichnen, wie dieser sogenannte „Welthafen“ im Rahmen des zur Zeit ständig weiteren wirtschaftlichen Wachstums eine zukunftssichere Anbindung erhalten kann. Ob es eine Trasse oder mehrere Trassen sein müssen, sei dahingestellt.
Die aktuelle Diskussion in Bremerhaven zeigt, dass sich die Parteien dort selbst nicht einig sind, ob es tatsächlich einen Tunnel bzw. Trog oder einen Wunsch nach einer Nordumgehung geben soll. Die emotional und nicht sachlich geführte Diskussion lehnen wir ab und werden uns nicht daran beteiligen.
Deshalb erwartet die CDU Langen, dass sich das Land Bremen und das Land Niedersachsen unter Einbezug der drei betroffenen Kommunen (Bremerhaven, Langen, Land Wursten) zügig an einen Tisch setzen, um die zukünftige Hafenanbindung im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung zu diskutieren und Beschlüsse fassen. Der Hafen ist für die Region, auch insgesamt für das Land von großer Bedeutung insbesondere hinsichtlich der Arbeitsplätze.
Erst wenn konkrete Pläne auf dem Tisch liegen können wir uns daher an der Diskussion beteiligen. Die Diskussion muß die Bürgerinnen und Bürger in einem offenen Dialog einbinden, es müssen die Bürgerbedenken berücksichtigt und die Belastungen für Menschen, Tiere und Umwelt auf geringst möglichem Niveau gehalten werden. Daraus kann dann erst eine Handlungsmaxime festgelegt werden. Dafür setzt sich die CDU Langen ein. Bei der Umsetzung der Pläne für eine Hafenanbindung müssen Kompromisse im Sinne des Ganzen auf beiden Seiten- Gegner wie Befürworter einer möglichen Trassenführung - eingegangen werden, betont Parteivorsitzender Steffen Tobias
Die Langener Politik hat vor über 10 Jahren der Bremerhavener Politik gemeinsame Planungen für eine Hafenanbindung über Niedersächsisches Gebiet angeboten, doch leider hat man aus welchen Gründen auch immer diese Möglichkeit nicht genutzt. Man wäre heutzutage schon einen großen Schritt weiter.
Reedereimanager plädieren im Grundsatz für eine kurze Hafenanbindung, sehen aber bei den zu erwartenden Zuwächsen im Containergeschäft eigentlich sogar beides – den Tunnel und die Nordumgehung – als Entwicklungslösung.(Bericht NZ)
Die CDU Langen ist für die Stärkung der regionalen Wirtschaft, dazu gehört eine angepasste Infrastruktur - nur so kann unsere Region wirtschaftlich gestärkt werden.