CDU Stadtratsfraktion sagt nein zur Nordumgehung
Der Vorstand und Fraktion des CDU Stadtverbandes Langen halten die derzeitige Diskussion um eine Nordumgehung für die Stadt Langen für überflüssig und lehnen eine Verlagerung des Containerverkehrs über Langener Stadtgebiet ab, als Ergebnis ihrer letzten Fraktionssitzung Der sogenannte Trog als schnelle Hafenzufahrt muß aus CDU Sicht mit den zweckgebundenen 100 Mio € so schnell wie möglich gebaut werden, um nicht der Hafenwirtschaft einen bleibenden Schaden zuzufügen. Die internationale Hafenwirtschaft will klare Entscheidungen für eine zügige Transportabwicklung. Bei einer Verzögerung sieht Fraktionschef Berghorn die vielen bestehenden Arbeitsplätze im Hafenbereich gefährdet. Die Langener Politik ist nicht der richtige Ansprechpartner für das Bremerhavener Begehren, ergänzt Berghorn. Die Zuständigkeiten liegen beim Land Bremen und Niedersachsen, wo derzeit nach CDU Informationen keine Planungen für eine Nordumgehung in der Diskussion stehen. Andree Wittschieben, Ortsbürgermeister Debstedt, sieht bei einer Nordumgehung die weitere Entwicklung der Ortschaft mit entsprechender Lebensqualität gefährdet und lehnt es ab, weiter darüber zu diskutieren. Die Bremerhavener Interessengemeinschaft Nordumgehung hat es sich mit ihren Äußerungen über die Verlagerung des Schwerlastverkehrs über Langener Stadtgebiet zu einfach gemacht, erklärt der CDU-Ratsvorsitzende Steffen Tobias. Was sie sich selbst und den Bremerhavener Bürgern nicht zumuten wollen, sollen die Bürger der Nahbarkommune mit Lärmbelästigung, Feinstaubbelastung und anderen Einschränkungen ertragen. Das ist kein feiner Stil, nach dem Motto wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß, betonte Tobias in der fraktionsinternen Diskussion.
Steffen Tobias
CDU Pressesprecher