CDU Langen steht zur vollen Halbtagsschule Andere Lösungen sind notwendig
Die in die Diskussion gebrachte mögliche Abschaffung der vollen Halbtagsschule im Cuxland ,um mehr Lehrerstellen für andere Schulen zu schaffen, ist der falsche Weg, betont der CDU Vorstand Langen nach einer Vorstandssitzung. Das aufgrund der gesellschaftlichen Veränderung und damit notwendig eingeführte, bewährte und von den Schulen gut umgesetzte Verfahren darf nicht zu Lasten der Ausbildung der Schülerinnen und Schüler geschehen.
Andererseits sind die Klagelieder der Gewerkschaften, der SPD und der Bürger über Lehrermangel völlig überflüssig, denn es sind keine Lehrer so kurzfristig einzustellen, weil sie einfach nicht auf dem Markt sind.
Der jetzige Versuch pensionierte Lehrer, Frauen und Männer aus der Industrie und Wirtschaft zur Unterstützung zu gewinnen, ist eine notwendige und sinnvolle Maßnahme.
Generell hat man es in den vergangenen Jahrezehnten nicht nur im Land sondern im Bund allgemein versäumt, bei der damaligen vorhandenen Lehrerschwemme steuernd einzugreifen.
Die Pensionärsjahrgänge waren vorauszusehen.
Hier zeigt sich die Schwäche des Föderalismus in der Republik, betont Parteivorsitzender Steffen Tobias. Wenn Bildung in unserem Land eine nationale Aufgabe ist oder sein soll, dann gibt es keinen Sinn, daß jedes Bundesland eigene Lehrpläne aufstellt und gleichzeitig unterschiedliche Besoldungen für Lehrer vorhält. Diese Situation verschärft die Lage. Deshalb ist es notwendig in der Föderalismuskommission des Bundes nicht nur über Länderfinanzausgleiche zu sprechen, sondern auch über Einschränkungen der Länder im Hinblick auf Bildungspolitik. Bildung muss im Bund zentralisiert werden, bekräftigt Steffen Tobias.
Steffen Tobias