Berichte aus Holßel
Der neue Ortsrat Holßel

Der neue Ortsrat Holßel mit dem wiedergewählten Ortsbürgermeister Frank Berghorn (links) und als Gast Stadtbürgermeister Thorsten Krüger(rechts)
Kreisverkehrsführung

Planung / Realisierung einer Kreisverkehrsführung im Kreuzungsbereich der Landesstraßen 135 und 119 im Bereich der Ortschaft Holßel, Stadt Langen unter gleichzeitiger Einführung einer Geschwindigkeits-beschränkung auf 50 km/h in den Straßenbereichen „Auf dem Hohm“ und „Holßelerfeld“
Die aktuelle öffentliche Diskussion in verschiedenen regionalen Printmedien zu dem o. a. Thema veranlassen mich zu einer klärenden Stellungnahme. In den vergangenen Monaten bin ich, ebenso wie alle meine Kollegen aus dem
Ortsrat Holßel, von Bürgerinnen und Bürgern auf das verstärkte Verkehrsaufkommen, insbesondere von Lastkraftwagen, auf der L 135 und L 119
im Bereich der Ortschaft Holßel sowie die daraus resultierenden Behinderungen an der Kreuzung der beiden Straßen, hingewiesen worden bzw. wir konnten dies
selbst feststellen. Ein Gespräch mit Bürgern und Pressevertretern anlässlich der Ortsratssitzung am 8.8.2005 im Holßeler Dorfgemeinschaftshaus führte dann zu einem ersten Pressebericht in der regionalen Sonntagszeitung. Leider sind die Zuständigkeiten und Abläufe in diesem, wie auch weiteren Berichterstattungen nicht ausreichend und teilweise fehlerhaft wiedergegeben worden. Die fünf Ortsratsmitglieder waren sich unter Beteiligung des 1. Stadtrates Burgfried Stölting, Stadt Langen, anlässlich eines gemeinsamen Ortstermins in der Ortschaft Holßel am 25.08.2005 darüber einig, dass Thema nochmals in der
kommenden Ortsratssitzung im Oktober 2005 aufzugreifen und die bereits mehrfach in den vergangenen 30 Jahren durch den Ortsrat gefassten Beschlüsse zur Geschwindigkeitsbeschränkung in den angesprochenen Bereichen durch einen weiteren Beschluss dazu zu untermauern. Daraus ergibt sich diese Pressemitteilung.
Sachverhalt:
Die steigende Verkehrsbelastung der vorhandenen Landesstraßenkreuzung der Landesstraße 135 (ehemalige Bundesstraße 6 zwischen Bremerhaven und Cuxhaven) und der Landesstraße 119 (Autobahnzubringer A 27 Neuenwalde nach Dorum), insbesondere hervorgerufen durch die positive Bauentwicklung in der Gemeinde Dorum sowie dem Tourismuszentrum am Dorumer Tief mit einem stärkeren Zu- und Abfahrtsverkehr von Touristen, haben den Ortsrat Holßel im September 2000 auf Antrag der CDU-Fraktion im Ortsrat Holßel zu folgender einstimmiger Beschlussempfehlung bewogen:
„Die Verwaltung der Stadt Langen sowie die zuständigen Ausschüsse der Stadtrates Langen werden aufgefordert bei den zuständigen Behörden die Einrichtung eines Straßenverkehrskreisels (in Anlehnung an die ausgeführte Variante Nordholz / Spieka-Knill) für die „Holßeler Kreuzung“ L 119 / L 135 zu beantragen. Dazu ist u. a. die Gemeinde Dorum / Samtgemeinde Land Wursten mit einzubeziehen, da dort derzeitig Verkehrszählungen durchgeführt werden, die den Bedarf eines Kreisverkehrs untermauern könnten.“
Gleichzeitig empfahl der Ortsrat Holßel in diesem Zuge und in Verbindung mit der Errichtung eines Kreisverkehrs die in den Vorjahren (70er, 80er und 90er Jahre) bereits mehrfach gestellten Anträge zur Einrichtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h in der Ortsdurchfahrt Holßel der L 135, Straße „Auf dem Hohm“ nochmals auf deren Umsetzbarkeit zu prüfen und ebenso den Durchfahrtsbereich der L 119 in der Splittersiedlung „Holßelerfeld“ mit einzubeziehen.
Die Gemeinde Dorum ist der Beschlussempfehlung des Ortsrates zur Einrichtung eines Kreisverkehrs dann im Frühjahr 2001 mit ähnlichem Wortlaut gefolgt. Zwischenzeitliche Gespräche mit der Landes-Straßenbauverwaltung machten
deutlich, dass die Umsetzung der Planungen für einen Kreisverkehr sowohl von den ermittelten Zahlen des Verkehrsaufkommens und der Unfallraten
(Bepunktungssystem nach Häufigkeit und schwere von Verkehrsunfällen), als auch von den finanziellen Möglichkeiten des Landes bzw. der Landesstraßenbauverwaltung zur Umsetzung eines solchen Vorhabens abhänge. Aus dieser Kenntnis heraus und auf Initiative des Samtgemeindebürgermeisters Land Wursten, Wolfgang Neumann, des 1. Stadtrates der Stadt Langen,
Burgfried Stölting, des Bürgermeisters der Gemeinde Dorum, Klaus Seier und des Ortsbürgermeisters der Ortschaft Holßel, Frank Berghorn, haben die jeweiligen Räte beschlossen finanzielle Vorleistungen für die Ermittlung neuerer Verkehrszahlen sowie die Einleitung des Planungsverfahrens in Höhe von jeweils 25.000,- Euro, zusammen somit 50.000,- Euro, einzubringen. Dieses erfolgte in enger Abstimmung mit der Landesstraßenbauverwaltung. Die Verkehrszählungen
und auch die Vermessungsarbeiten sind bereits abgeschlossen.
Nach Rücksprache der Stadtverwaltung Langen bei der Landesstraßen-bauverwaltung in der vergangenen Woche ist derzeit von deren Seite kein Ausbau eines Kreisverkehrs L 135 / L 119 vorgesehen. Begründet wird dies mit der geringen Bepunktung der Kreuzung, d. h. der Unfallhäufigkeit mit schweren oder schwersten Verkehrsunfällen. Die Verkehrsbelastung sei ein untergeordnetes Kriterium, insbesondere in der finanziellen Situation in der sich das Land Niedersachsen befindet. Ebenso werde einer Geschwindigkeitsbeschränkung derzeit ebenso wenig eine Zustimmung erteilt, da die baulichen Voraussetzungen dazu, eben der Kreisverkehr wie auch weitere verkehrsberuhigende Baußnahmen an den beiden Ortseingängen L 135 und L 119
nicht finanzierbar seien. Diese Angaben sind natürlich für die Anlieger der beiden Straßen, wie auch den Ortsrat Holßel, äußerst unbefriedigend. Daher haben die beteiligten Stadt-,
Samtgemeinde-, Gemeinde-, und Ortsvertreter die örtliche
Landtagsabgeordnete Astrid Vockert eingeschaltet, die auch in den Vorjahren bereits die oben erwähnten Kontakte zur Landesstraßenbauverwaltung hergestellt hatte.
Die Ortschaft spricht sich in diesem Zusammenhang eindeutig dagegen aus, dass ein Langener Bürgermeisterkandidat, der über Jahre in Holßel nicht in
Erscheinung getreten ist, derzeit versucht, die langjährigen Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit der Holßeler Bürgerinnen und Bürger als Wahlkampfthema in seinem Sinne zu missbrauchen und die Öffentlichkeit über die wahren Abläufe im Unklaren zu lassen.
Langen-Holßel, 31.08.2005 FB